Wildkräuter – Essbare regionale Pflanzen

Ärgert Sie der wuchernde Giersch in ihrem Garten? Da gibt es nur Eins: Essen, trinken oder als Tinktur ansetzen.

Ein einfaches Risotto lässt sich mit Giersch in eine gesunde Mahlzeit verwandeln. Ein Kultursalat lässt sich mit Löwenzahnblüten, Spitzwegerichknospen oder Gänseblümchen aufpeppen. Oder wie wäre es mit einem grünen Smoothie – der gesunden Mahlzeit aus dem Mixer? Auf einem Waldspaziergang sind schnell die entsprechenden Zutaten gesammelt. Wildkräuter sind eine leckere und kostenlose Ergänzung des Speiseplans.

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Nicht nur Hausmittel
bei Insektenstichen

„Spitzwegerich bei Insektenstichen, Schafgarbe bei Schürfwunden, Beinwell bei Verstauchungen, … Gegen alles ein Kraut gewachsten!“ Vom Frühjahr bis zum Herbst bietet die Natur im ständigen Wechsel eine Vielfalt von wild wachsenden Pflanzen.

Wildkräuter können zur Unterstützung unserer Gesundheit eingesetzt werden – von der Frühjahrskur zum Entschlacken bis zur Stärkung der Abwehrkräfte im Winter. Im Vergleich zu Kulturpflanzen zeichnen sich Wildkräuter durch einen höheren Gehalt an Ballaststoffen, Vitaminen, Eiweiß und sekundären Pflanzenstoffen aus. Fast alle Wildkräuter enthalten Bitterstoffe, die eine herausragende Wirkung auf unser Wohlbefinden haben. Bitterstoffe sind in der Lage, positiv auf unser Verdauungssystem und den Stoffwechsel zu wirken und können somit unser Immunsystem stärken. Wildkräuter sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen und heilsam für so manches „Zipperlein“.

Nach dem zweiten Weltkrieg war die Bevölkerung darauf angewiesen, Wildpflanzen wie z. B. Löwenzahn, Brennnesseln oder Giersch zu sammeln, um ihre Nahrung anzureichern. Heutzutage sind essbare Wildpflanzen keine Armenspeise mehr, sondern werden sogar in der gehobenen Küche verwendet.

Bio Wildkräuter bei NOVUM das Gemüseabo

Wer keine Zeit hat Wildkräuter selbst zu sammeln oder es sich nicht zutraut hat die Möglichkeit bei unserem Bio-Lieferservice voraussichtlich ab KW 18, 2019 einen saisonal wechselnden Bio-Wildkräuter-Mix zu bestellen.

Probieren Sie unsere FrischeKiste Smoothie mit Wildkräutern aus. Weitere Infos dazu sowie Rezepte finden Sie in unserer Broschüre „Die Welt der grünen Smoothies“.

Essbare regionale Pflanzen im Überblick

Brennnessel

Die Brennnessel ist eine alte Gemüsepflanze. Sie wächst meist am Waldrand und in der Nähe von Siedlungen. Ihre Blätter können roh oder gekocht wie Spinat zubereitet gegessen werden. Sie enthält sehr viel Eiweiß, Kieselsäure und Chlorophyll sowie ca. 30-mal soviel Vitamin C und 50-mal soviel Eisen wie Kopfsalat.

Tipp: Durch ihre blutreinigende und entgiftende Wirkung wird die Brennnessel oft für Frühjahrskuren eingesetzt.

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Sauerampfer

Sauerampfer gehört zu den Knöterichgewächsen und stammt aus Europa. Er wächst auf nährstoffreichen, feuchten Wiesen und kann von März bis Oktober geerntet werden. Sauerampfer ist ein guter Vitamin- C- Lieferant. Wegen des hohen Gehalts an Oxalsäure schmecken die jungen Blättchen leicht säuerlich.

Tipp: Sauerampfer wird gerne für Frühjahrskuren eingesetzt, da er blutreinigend wirkt und das Immunsystem stärkt.

Löwenzahn

Eines der bekanntesten Wildkräuter ist der Löwenzahn. Er wächst auf Wiesen, Äckern, Weiden und im heimischen Garten. Die jungen frischen Blätter des Löwenzahns können im Frühling und Sommer hervorragend als Salat gegessen werden. Der Geschmack des Löwenzahns ähnelt dem Chicorée. Die darin enthaltenen Bitterstoffe aktivieren den Stoffwechsel und können gegen Völlegefühl helfen. Löwenzahn ist reich an Vitamin C, Kalium, Magnesium und Phosphor.

Tipp: In der Volksmedizin wird die Pflanze bei Verdauungsbeschwerden innerlich und bei Ekzemen auch äußerlich angewendet.

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Giersch

Seit der Römerzeit trägt der Giersch bereits den Namen „Gichtkraut“. Angeblich wurde er extra dafür angebaut. Er wächst in feuchten und schattigen Lagen und vermehrt sich über starke Wurzelausläufer. Der Giersch schmeckt leicht würzig und nach einer Mischung aus Möhre und Petersilie. Er hat einen hohen Gehalt an Vitamin A und Eisen und ist der beste Eiweiß-Lieferant unter den regionalen Wildkräutern.

Tipp: Traditionell wird Giersch auch gegen Rheuma und Gicht eingesetzt.