Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen – Gesunde Energiespender im Spätsommer

Image
Das Wort Pflaume ist ein Sammelbegriff für verschiedenste Sorten des Steinobstes, die sich in Bezug auf Größe, Form, Farbe, Geschmack und Saftgehalt unterscheiden. Dazu gehören Echte Pflaumen, Zwetschgen, Renekloden, Mirabellen, Japanische Pflaumen und Kirschpflaumen. Die bei uns gängigsten Sorten sind jedoch die Pflaumen, Mirabellen und Zwetschgen.

Zwetschge oder Pflaume – kennen Sie den Unterschied?

Zwetschgen

Die Zwetschge ist eine enge Verwandte der Pflaume. Ursprünglich stammt sie aus Asien. Heutzutage wächst das Steinobst überall dort, wo ein gemäßigtes Klima herrscht. Zwetschgen haben im Gegensatz zu Pflaumen eine länglich ovale Form. Sie haben keine Fruchtnaht und lassen sich gut vom Kern lösen. Im Vergleich zu Pflaumen ist ihr Fruchtfleisch von fester Konsistenz und es hat eine grünlich gelbe Farbe. Je nach Sorte ist die Erntezeit von Juli bis Mitte Oktober.


Pflaumen

Pflaumen erkennt man an der rundlichen Fruchtform. Sie werden auch Rund- oder Eierpflaumen genannt. Sie haben eine ausgeprägte Bauchnaht und lassen sich zum Teil schlechter vom Stein lösen als die Zwetschge. Typisch ist die blau-violette Färbung, es gibt aber auch rote und gelbe Früchte. Pflaumen werden meist von Juli bis September geerntet. Sowohl Zwetschgen als auch Pflaumen haben einen sogenannten Duftfilm, der die Früchte vor dem Austrocknen und somit Feuchtigkeitsverlust schützt. Dieser sollte erst kurz vor dem Verzehr abgewaschen werden.
Zwetschgen und Pflaumen stärken aufgrund zahlreicher Vitamine (A, B, C, E) die körpereigenen Abwehrkräfte. In Kombination mit den Spurenelementen Kupfer und Zink wirken Zwetschgen beruhigend. Dank ihres hohen Fruchtzuckeranteils von bis zu 25 Prozent liefern sie sehr schnell Energie.

Abgesehen von köstlichem Zwetschgenkuchen kann man das Steinobst auch hervorragend zu Mus verarbeiten oder als Trockenobst verzehren. Es ist bekannt für seine verdauungsfördernde Wirkung.
Spätere Zwetschgen-Sorten eignen sich aufgrund ihres süßen und festen Fruchtfleischs ganz hervorragend zum Backen.

Die Mirabelle

Klein, gelb, zuckersüß. Mirabellen sind echte Delikatessen. Die Mirabelle wird auch als gelbe Zwetschge bezeichnet und ist eine Unterart der Pflaume. Mirabellen wachsen an sonnigen, warmen und vor Wind geschützten Plätzen. Ihr Name kommt aus dem Italienischen und bedeutet „bewundernswerte Schöne“. Die Steinfrucht hat eine kugelige Form und ist wachsgelb - oftmals auch mit einer rötlichen Punktierung. Das Fruchtfleisch schmeckt süß und der Kern im Inneren der Frucht lässt sich bei einer reifen Frucht leicht lösen. Mirabellen haben viel Vitamin B und C sowie einen hohen Anteil an Kalium. Kalium ist wichtig für die Funktion von Herz und Nerven. Die Früchte enthalten außerdem Magnesium, Phosphor sowie das Spurenelement Zink. Sie wirken entwässernd und verdauungsfördernd. Sie enthält kaum Fett und wenig Säure - was sie für Menschen mit einem empfindlichen Magen gut verträglich macht In Deutschland sind sie erntefrisch im August und September erhältlich.

Tipp Da Mirabellen einen süßen, würzigen Geschmack haben sowie einen hohen Gehalt an Fruchtzucker, werden sie oft zu Spirituosen weiterverarbeitet. Es gibt zahlreiche Schnaps- und Likör-Variationen mit Mirabellen. Maximal zwei, allerhöchstens drei Tage halten sie es bei hoher Luftfeuchtigkeit im Kühlschrank aus. Daher verarbeitet oder verzehrt man sie am besten direkt nach dem Kauf. Mirabellen lassen sich auch gut einfrieren. Die Früchte dafür entsteinen, auf ein Blech verteilen und für eine Stunde in der Gefriertruhe anfrosten – so frieren sie nicht in großen Stücken zusammen und können dann besser verarbeitet werden.